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An Die Rheinpfalz
Redaktion Rhein-Pfalz-Kreis
Berichte
in der Rheinpfalz am 26.04.2012 über die Ratssitzungen in Limburgerhof,
Mutterstadt und Neuhofen
Die FWG-Fraktion in
Limburgerhof hat von Beginn der Verhandlungen mit Mutterstadt an betont, dass
eine Fusion mit Neuhofen infolge der vorgegebenen Randbedingungen im Vordergrund
steht. Verhandlungen mit dem Nachbar Mutterstadt waren nie ganz abgelehnt und
ausgeschlossen; sie sollten nur zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden.
Dies wurde nicht nur in Ratssitzungen in Limburgerhof mehrfach vorgetragen,
sondern auch Herrn Bürgermeister Schneider in einem persönlichen Gespräch
übermittelt. Auch in der Ratssitzung diese Woche ist dieser Punkt nochmals in
meinem Vortrag hervorgehoben worden.
Im Artikel „Zur Sache“ schrieb
Die Rheinpfalz jedoch leider, dass der Wunsch Mutterstadts in Limburgerhof auf „
offene Ablehnung“ stieß und CDU und FWG beschlossen, dass mit Mutterstadt
„nicht verhandelt“ wird. Dies ist so nicht richtig und widersprüchlich zu
unseren Aussagen. Wir bitten Die Rheinpfalz hier um eine Berichtigung.
Die Vorgehensweisen der
Sozialdemokraten in Limburgerhof und Mutterstadt, so z.B. persönliche Angriffe
und sogar Beleidigungen gegen Fraktionsvorsitzende und Fraktionen in
Limburgerhof, erschweren nun das Ziel einer zeitnahen interkommunalen
Zusammenarbeit. Diese Art der Kommunalpolitik ist nicht Stil der FWG
Limburgerhof und für ehrenamtliche Mandatsträger beschämend.
Diese Vorgehensweise war so
nicht zu erwarten, da die Sitzung der Arbeitsgruppe der drei Gemeinden Ende März
in sachlicher Weise verlaufen ist und eine gemeinsame, einvernehmliche
Entscheidung über die weitere Vorgehensweise getroffen wurde. In dieser Sitzung
und auch zuvor hat die FWG Limburgerhof weder „destruktive Attacken“ noch
Konterkarierungen durchgeführt; im Gegenteil, in dieser Sitzung wurde der
Kontakt zu den Mutterstadter Ratskollegen gesucht.
Die Vorgehensweise der SPDen
aus Limburgerhof und Mutterstadt sind für mich und die FWG-Ratsmitglieder nur
erklärbar, dies geht so auch aus dem Rheinpfalz- Kommentar hervor, mit
Hilflosigkeit über nicht erfüllte politische Wünsche und Träume.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Brenner
Ausführungen der FWG – Fraktion in der
Gemeinderatssitzung am 24. April 2012
zum Tagesordnungspunkt Gebietsreform
Vorgetragen von Hermann
Brenner, Fraktionsvorsitzender
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Im April letzten Jahres,
vor ziemlich genau einem Jahr, begannen die Fusionsgespräche mit unserem
Nachbar Neuhofen
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Neuhofen muss bekanntlich
nach Landesgesetz fusionieren und wünscht gemäß einem Ratsbeschluss als
Partner Limburgerhof
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Mit der Gemeinde Mutterstadt wurden im letzten Jahr 2
Sondierungsgespräche geführt
-
FWG kam zum Ergebnis, siehe auch die
Einwohnerversammlung im letzten Sommer , dass bei einer freiwilligen Fusion
mit der Gemeinde Mutterstadt (L. + M. liegen über der vom Land vorgegebenen
EW-Grenze für Zwangsfusionen) keine „Win-Win-Situation“ für alle Gemeinden
entsteht
-
Diese Einschätzung basierte auf den damals vorliegenden
Zahlen (Einnahmen, Ausgaben) und Gesprächsergebnissen
-
Mutterstadt wünschte, gemäß einem Ratsbeschluss, an
Fusionsgesprächen und nicht nur an Sondierungsgeprächen beteiligt zu werden
-
Die FWG vertrat die Ansicht, dass Neuhofen aufgrund der
Landesvorgaben Vorrang hat und Gespräche mit Mutterstadt zu einem späteren
Zeitpunkt, unabhängig von Landesvorgaben und engen Terminen, zu einem
späteren Zeitpunkt aufgenommen werden sollten
-
Im Bürgerentscheid Anfang Februar dieses Jahres
entschieden die Bürgerinnen und Bürger von Limburgerhof knapp, dass
Mutterstadt sofort als dritter Partner an den Fusionsgesprächen beteiligt
werden soll
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Unterstützt wurde der Bürgerentscheid von 2
Ratsfraktionen, SPD und Grüne, die u.a. mit den Begründung „Miteinander
reden dürfen“ warben
-
Dahinter verbarg sich, laut einem Flyer, die Forderung
nach „ergebnisoffenen gemeinsamen Verhandlungen“ und „objektiven Daten“
-
Dieser Entscheidung der Limburgerhofer Bürger wurde
entsprochen
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Es wurde, insbesondere auf Wunsch und Abstimmung mit
allen Fraktionen, ein neutraler, d.h. objektiver Moderator verpflichtet
-
Vom Moderator wurde mit allen drei Gemeindeverwaltungen
zusätzlich zu den bereits vorliegenden Daten mögliche Einsparpotentiale der
Verwaltungen zu zwei Fusionsvarianten ermittelt
-
Das Ergebnis dieser Zusammenstellung und Berechnung
wurde der Arbeitsgruppe in der zweiten Dreier-Sitzung am 28.März vorgestellt
-
Das Ergebnis stellt sich so dar, dass geringe
Einsparungen im Bereich der Führung einer neuen Gemeinde nach einer Fusion
(Zweier- und Dreier-Lösung) möglich sind
-
Diese möglichen Einsparungen sind jedoch abhängig vom
politischen Willen in der neuen Gemeinde, so z.B. auf laut Gesetz erlaubte
hauptamtliche Beigeordnete zu verzichten
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In der Kernverwaltung einer neuen Gemeinde gibt es
absolut gesehen sogar leichte Kostenerhöhungen, da keine
Personaleinsparungen erkennbar seien (alle Varianten einer neuen Gemeinde
liegen nach der Fusion mit ihrem Personalstand unter dem durchschnittlichen
Personalschlüssel des Landes) und zudem noch höhere Gehaltseinstufungen
durch eine größere Gemeinde vorgegeben sind
-
„Weiteres Einsparpotenzial steht in enger Relation mit
den bestehenden Standards und dem jeweiligen Bürgerservice“, Zitat aus der
Einladung zu letzten AK-Sitzung
-
Dies bedeutet für die FWG z.B. weniger Bürgerservice
bei Leistungen wie Büchereien, Sportplätzen, Pflege der Gemeinden durch die
Bauhöfe etc.
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Dies, so die FWG, kann nicht das Ziel einer Fusion
sein, dass wir uns beim Bürgerservice verschlechtern
-
Es wurde auch nochmals bestätigt, dass Limburgerhof,
das die höchsten Einnahmen aus Gewerbesteuer und Einkommensteuer vorweisen
kann, bei einer Dreier-Lösung den größten Verlust erleiden würde
-
Das einhellige Ergebnis der Arbeitsgruppe war daher,
dass dieses mit neutraler Hilfe errechnete Ergebnis zu akzeptieren sei und
weitere Verhandlungen nicht mehr Informationen bringen werden
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Der Moderator schlug daher vor, dem wurde von keiner
Seite widersprochen, dass nun die politischen Gremien in gleichzeitig
stattfindenden Ratssitzung über dieses Ergebnis entscheiden sollen
-
Hierfür wurde gemeinsam der 24.April 2012 festgelegt
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Weitere Gespräche seien, so der Moderator nach der
Ergebnisdiskussion, zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll
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Ich finde, dies ist für die Gemeinden jetzt schon ein
historisches Datum (schade, dass so gestritten wird)
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In diesen Ratssitzungen sollen, gemäß Vorgabe des
Moderators, folgende drei Punkte festgelegt werden:
1. Endgültige Fusionsvariante
2. Form der Fusion (Einheits- oder Verbandsgemeinde)
3. Verwaltungssitz
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Ich wiederhole nochmals, dies war ein einstimmiger
Beschluss der AG
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Ich möchte auch ergänzen, dass auch unsere
Nachbargemeinden in der AG-Sitzung dieses Verhandlungsergebnis anerkannt
haben
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Der Sprecher aus Mutterstadt hat betont, dass man
erhebliche Kosteneinsparungen in den Verwaltungen und Vorteile für alle
Gemeinden erwartet hatte, dies sei so jetzt nicht eingetroffen, die
erwartete Win-Win-Situation sei nicht entstanden
-
Ich interpretiere das so, dass Mutterstadt eine
Dreier-Fusion nicht mehr für erstrebenswert einstuft und heute Abend auch
dahingehend ein Abstimmungsergebnis vorlegen wird
-
Sollte dies so geschehen, würde dem Gemeinderat von
Mutterstadt der „Fairnesspreis“ bei den Fusionsverhandlungen gehören
-
Dies bedeutet aber auch, dass die Entscheidung in
Limburgerhof kein Korb für Mutterstadt darstellt
-
Es ist das Ergebnis des Arbeitskreises, das in der
letzten Sitzung nicht beanstandet wurde
-
Sollte Mutterstadt oder genauer die Verwaltung von
Mutterstadt, von dieser Arbeitskreisbeschlusslage abweichen – siehe
Rheinpfalz-Bericht von gestern -, so wäre das eine einseitige Auslegung und
kann keiner anderen Verhandlungsseite zum Vorwurf gemacht werden
-
Neuhofen jedoch ist weiterhin per Landesgesetz zu einer
Fusion gezwungen
-
und wünscht auch weiterhin Unterstützung
-
bei einer Fusion mit Neuhofen sieht die FWG auch
Vorteile für Limburgerhof
-
Neuhofen hat pro Einwohner die zweithöchsten Einnahmen,
nach Limburgerhof
-
die mögliche neue Gemeinde wird so unabhängiger von
einem großen Gewerbesteuerzahler
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eine neue Gemeinde mit einer Größe von ca. 19 000
Einwohner hat noch keine städtische Struktur und ist für ehrenamtliche
Mandatsträger in Politik, Kirche und Vereinen noch überschaubar
-
die Bürgernähe bliebe so erhalten
-
die neue Gemeinde hätte eine ähnliche Größe wie die
Nachbarn Schifferstadt und die neue Verbandsgemeinde
Altrip-Waldsee-Otterstadt
-
Bürgermeister Dr. Kern hat mehrfach öffentlich betont,
dass er und Limburgerhof die Nachbarn in Neuhofen mit ihrem Problem
durch das Landesgesetz nicht im Stich lassen werden
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Die FWG erwartet von ihm daher auch ein entsprechendes
Abstimmungsverhalten
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Ein bitterer Nachgeschmack bleibt, da die SPD-Fraktion
wohl das Ergebnis des von ihr unterstützten Bürgerentscheids – so der
entsprechende Antrag - nicht anerkennen will
-
Es scheint nun so, als wäre das geforderte Gespräch mit
Mutterstadt doch nicht ergebnisoffen geplant gewesen
-
Es wurde gesprochen, es wurden Daten ermittelt,
ausgewertet, diskutiert und bewertet
-
Infrastrukturdaten lagen ebenfalls vor
-
Von einem „Unterlaufen“ des Ergebnisses des
Bürgerentscheids kann daher keine Rede sein
-
Zusätzlich hat sich der in der Presse kurz vor dem
Bürgerentscheid genannte Einsparungsbetrag von einer Million Euro (durch die
Verwaltung von Mutterstadt) als Fehlberechnung erwiesen
-
Diese Verhalten lassen leider nicht auf Unterstützung
eines Bürgerwillens schließen, sondern sind aus FWG-Sicht eindeutig
politischen Motiven zuzuordnen
-
Die FWG geht davon aus, dass Neuhofen heute Abend
gleichlautende Beschlüsse zum gemeinsamen Antrag der FWG- und CDU-Fraktionen
fassen wird
-
Gleichlautende Beschlüsse sind wichtig für die weitere
Vorgehendweise: Letzte abschließende Verhandlungsrunde mit Neuhofen,
Vertragsabschluss und Vorlage bei der Landesregierung, Termin: Ende Juni
2012
Die FWG stimmt dem gemeinsamen Antrag zu:
-
Die Gemeinde Limburgerhof strebt eine
Zweier-Fusion mit der Gemeinde Neuhofen an. Das Vorhaben einer Dreier-Fusion
einschließlich der Gemeinde Mutterstadt wird nicht weiter verfolgt.
-
Die Fusion mit der Gemeinde Neuhofen soll
dergestalt erfolgen, dass eine neue Verbandsfreie Gemeinde gebildet wird.
-
Verwaltungssitz der neuen Gemeinde ist
Limburgerhof. In Neuhofen wird ein qualifiziertes Bürgerbüro eingerichtet.
-
Der Gemeinderat billigt die vom Bürgermeister im
Benehmen mit den Beigeordneten nach Zustimmung aller Fraktionsvorsitzenden
getroffene Eilentscheidung, die freien Büroflächen im Anschluss an die
vorhandenen Verwaltungsräume anzukaufen. Vor notarieller Beurkundung des
Kaufvertrages ist gemeinsam mit der Gemeinde Neuhofen ein formeller
Zuschussantrag beim Innenministerium zu stellen.
Antrag für die Sitzung des
Haupt- und Finanzausschusses am 17. April 2012
Kommunal- und Verwaltungsreform:
Grundsatzbeschluss zur Bildung einer neuer verbandsfreien Gemeinde durch die
Gemeinden Limburgerhof und Neuhofen
Sehr geehrter Herr
Bürgermeister,
zu o. a. Tagesordnungspunkt stellen wir folgenden gemeinsamen Antrag:
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, folgenden Beschluss zu
fassen:
-
Die Gemeinde Limburgerhof strebt eine
Zweier-Fusion mit der Gemeinde Neuhofen an. Das Vorhaben einer Dreier-Fusion
einschließlich der Gemeinde Mutterstadt wird nicht weiter verfolgt.
-
Die Fusion mit der Gemeinde Neuhofen soll
dergestalt erfolgen, dass eine neue Verbandsfreie Gemeinde gebildet wird.
-
Verwaltungssitz der neuen Gemeinde ist
Limburgerhof. In Neuhofen wird ein qualifiziertes Bürgerbüro eingerichtet.
-
Der Gemeinderat billigt die vom Bürgermeister
im Benehmen mit den Beigeordneten nach Zustimmung aller
Fraktionsvorsitzenden getroffene Eilentscheidung, die freien Büroflächen im
Anschluss an die vorhandenen Verwaltungsräume anzukaufen. Vor notarieller
Beurkundung des Kaufvertrages ist gemeinsam mit der Gemeinde Neuhofen ein
formeller Zuschussantrag beim Innenministerium zu stellen.
Die vorstehende Beschlussfassung erfolgt unter der Maßgabe, dass für die
Gemeinderatsitzung in Neuhofen ebenfalls am 24.04.2012 eine Beschlussvorlage
gleichen Inhalts ergeht.
Begründung erfolgt mündlich.
Mit freundlichen Grüßen
CDU-Fraktion
Michael Elster
Fraktionsvorsitzender |
FWG-Fraktion
Hermann Brenner
Fraktionsvorsitzender |
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| letzter Update am:
30.04.12
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